Steinmarder auf einem Dachboden und beschädigte Dämmung

Marder auf dem Dachboden: Wie werden Sie ihn tierschutzgerecht wieder los?

Der Marder auf dem Dachboden ist in aller Regel der Steinmarder (Martes foina): Anders als der Baummarder ist er laut Kanton Aargau ein Kulturfolger und bewohnt Dachböden von Gebäuden. Der Steinmarder nutzt laut NABU NRW Scheunen, Ställe und Dachböden als Quartier. Laut NABU Berlin reichen Weibchen Einstiegslöcher ab 4,5 Zentimetern, Männchen ab 5 Zentimetern. Fangen dürfen ihn laut LAVES Niedersachsen nur berechtigte Personen.

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Dieser Ratgeber behandelt den Ort Dachboden: Anzeichen, Geräusche, Bauschaden, Vertreibung und Verschluss der Zugänge. Gesundheitsrisiken und Marderkot beantwortet der Ratgeber Sind Marder gefährlich. Arten, Körpermaße und Gewicht beantwortet der Ratgeber Marder Größe und Gewicht. Die Abgrenzung zu Nagetieren im Dach beantwortet der Ratgeber Ratten auf dem Dachboden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Zugang: Laut NABU Berlin reichen Mardern Einstiegslöcher ab 4,5 Zentimetern.
  • Fang: Fangen dürfen Marder laut LAVES Niedersachsen nur berechtigte Personen.
  • Aussperren: In der Jungenaufzucht von März bis Juli dürfen Marder laut NABU Berlin nicht ausgesperrt werden, weil die Jungen sonst verhungern.
  • Wurfzeit: Der Deutsche Jagdverband nennt März und April als Wurfzeit mit 2 bis 5 Jungtieren.
Inhaltsverzeichnis
Tobias Prange
Veröffentlicht am
16.10.2026
Aktualisiert am
16.10.2026

Woran erkennen Sie einen Marder auf dem Dachboden?

Sechs Anzeichen deuten auf einen Marder auf dem Dachboden hin: Poltern in der Nacht, Losung und Beutereste, Duftmarken, zerfetztes Dämmmaterial, Nagespuren und eingetragenes Nistmaterial.

  1. Poltern in der Nacht: Der Kanton St. Gallen nennt Marder auf Dachböden „Poltergeister" und nennt nächtlichen Lärm als Folge.
  2. Losung und Beutereste: Marder verursachen laut Kanton St. Gallen durch Kot oder Beutereste starke Geruchsemissionen in Gebäuden.
  3. Duftmarken: Steinmarder markieren ihr Revier laut NABU Berlin durch Urin, Kot und Drüsensekrete und hinterlassen so eine unverkennbare Duftspur.
  4. Zerfetztes Dämmmaterial: Marder zerfetzen laut Kanton Aargau beim Nestbau das Isolationsmaterial in Wandzwischenräumen.
  5. Nagespuren: Der Steinmarder knabbert laut Kanton Aargau an Autoschläuchen und Gebäudeisolationen.
  6. Nistmaterial: Steinmarder polstern ihre Nester laut Kanton St. Gallen mit Haaren, Federn, Pflanzen und Isolationsmaterial aus Dächern.

Der Pfotenabdruck des Steinmarders ist laut NABU Berlin etwa so groß wie der einer Katze, jedoch schlanker und ovaler. Etwas ausgestreutes Mehl oder feiner, geharkter Sand auf dem Dachboden erleichtert laut NABU Berlin die Spurenerkennung. Kotspuren, Schmierspuren und Laufwege von Nagetieren behandelt der Ratgeber Ratten auf dem Dachboden.

Die Geräusche verraten nicht nur das Tier, sondern auch die Jahreszeit des Befalls.

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Wie hört sich ein Marder auf dem Dachboden an?

Ein Marder auf dem Dachboden poltert, kratzt und trippelt. Anders als Mäuse oder Ratten, die sich eher leise bewegen, machen sich Marder laut ADAC durch Poltern, Kratzen und Trippeln bemerkbar.

  • Keckern und Fauchen: Der Deutsche Jagdverband nennt Keckern und Fauchen bei Erregung oder Angriff.
  • Kreischen: Alt- und Jungtiere kreischen laut Deutschem Jagdverband beim Spiel und bei Revierkämpfen. Der NABU Berlin nennt zusätzlich Knurren und ein schrilles Kreischen während der Paarungszeit.
  • Fiepen: Das Weibchen lockt laut Deutschem Jagdverband mit Fiepen zur Paarung.
  • Uhrzeit: Oft hört man Marder laut ADAC in den späten Abendstunden, nachts oder frühmorgens. In der Regel gehen die Tiere laut NABU Berlin abends auf Nahrungssuche und kehren in den frühen Morgenstunden zurück.

Die Uhrzeit der Geräusche hilft später auch beim Verschluss, denn die Zugänge werden verschlossen, wenn der Marder unterwegs ist.

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Wann ist ein Marder auf dem Dachboden aktiv?

Der Steinmarder ist laut Deutschem Jagdverband überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv. Die Lärmphasen liegen laut Kanton Aargau im Sommer zur Paarungszeit und im Spätfrühling mit den Jungtieren.

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Die Ranzzeit des Steinmarders liegt laut Deutschem Jagdverband zwischen Mitte Juni und Ende Juli. Das Bezirksamt Lichtenberg in Berlin nennt für die Paarung Ende Juni bis Mitte August. Die Tragzeit dauert laut Deutschem Jagdverband 258 bis 290 Tage, weil die befruchteten Eizellen eine Keimruhe durchlaufen. Im März und April werden laut Deutschem Jagdverband 2 bis 5 Jungtiere geboren. Der Kanton St. Gallen nennt für denselben Zeitraum 3 bis 4 Junge.

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Die Jungtiere sind laut Kanton St. Gallen blind und nackt. Die Augen öffnen die Jungtiere laut Kanton St. Gallen nach etwa einem Monat. Mit zwei Monaten sind die Jungtiere laut Kanton St. Gallen entwöhnt, im Herbst selbständig. Der Steinmarder unternimmt laut Bezirksamt Lichtenberg in Berlin Streifzüge von durchschnittlich 8 Kilometern.

Die Aktivitätszeit erklärt den Lärm, die Zugangswege erklären den Befall.

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Wie gelangt ein Marder auf den Dachboden?

Der Marder erreicht den Dachboden über Kletterhilfen am Gebäude und Öffnungen ab 4,5 Zentimetern. Die Fachzeitschrift DDH nennt als Aufstiegswege vor allem Bäume, aber auch Fallrohre.

  1. Aufstieg: Der Marder kommt laut DDH häufig über nahe gelegene Bäume, aber auch über Fallrohre.
  2. Bewegung: Der Steinmarder kann laut Wildtierportal Baden-Württemberg gut klettern, schwimmen, springen und sich durch Ritzen zwängen.
  3. Schlupf: Laut NABU Berlin reichen Weibchen Einstiegslöcher ab 4,5 Zentimetern, Männchen ab 5 Zentimetern.
  4. Quartier: Der Steinmarder zieht sich laut Kanton St. Gallen auf Dachböden oder in Ställe zurück.

Der Kanton Aargau nennt für Maschendraht an Gehegen eine Netzweite von höchstens 4 Zentimetern. Warum ein Tier von Katzengröße durch so kleine Öffnungen passt, erklärt der Ratgeber Marder Größe und Gewicht.

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Der Zugang entscheidet über den Befall, die Nestwahl entscheidet über den Bauschaden.

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Welche Schäden verursacht ein Marder in der Dämmung?

Fünf Schäden treten am Dachaufbau auf: zerfressene Dämmung, zerstörte Dampfsperre, durchlöcherte Unterspannbahn, durchfeuchtete Dämmung und Verunreinigung durch Losung.

  • Dämmung: Die durchfressene Dämmung sorgt laut DDH für eine Vielzahl an Wärmebrücken und ungewollten Energieverlust.
  • Dampfsperre: Eine zerstörte Dampfsperre bildet laut DDH bauphysikalisch das größte Problem.
  • Unterspannbahn: Durchlöcherte Unterspannbahnen gewährleisten laut DDH keine Sicherheit gegen Schlagregen mehr.
  • Feuchte: Luftfeuchtigkeit dringt laut DDH unkontrolliert in die Dämmung und durchfeuchtet diese.
  • Losung und Aas: Die Mardertoilette bringt laut DDH mit Fäkalien und Aasabfällen Parasiten ins Gebäude.

Zum Gesundheitsrisiko gibt es eine Untersuchung der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) an Tieren aus Schleswig-Holstein. Die Forscher untersuchten 77 Füchse, 19 Steinmarder und 7 Marderhunde. Die bei den Steinmardern bislang gefundenen Endoparasiten gehörten alle zur Gattung Capillaria. Steinmarder scheinen laut TiHo nach den bisherigen Untersuchungen keine maßgebliche Rolle als Träger zoonotischer Parasiten zu spielen. Als Hauptendwirt von Echinococcus multilocularis nennt das Robert Koch-Institut den Fuchs. Marder können laut Kanton St. Gallen trotzdem von Bandwürmern und Nematoden befallen sein. Für die Reinigung von mit Tierkot verschmutzten Räumen hält das LAVES Niedersachsen eine feuchte Reinigung und eine FFP-Maske für notwendig und rät zu Gummihandschuhen. Die Hygiene beim Entfernen von Marderkot behandelt der Ratgeber Sind Marder gefährlich.

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Der Bauschaden begründet das Handeln, die Wirksamkeit entscheidet über die Maßnahme.

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Welche Maßnahmen vertreiben einen Marder vom Dachboden?

Sechs Maßnahmen stehen zur Wahl: baulicher Verschluss, Störreize, Radio und Licht, Geruchsstoffe und Hausmittel, Ultraschall und Lebendfalle. Das LAVES Niedersachsen hält die Reparatur der Einstiegslöcher für das empfehlenswerteste Verfahren. Fang und Tötung gehören in die Hände von Fachleuten: Der Marder darf laut LAVES Niedersachsen nur von berechtigten Personen gefangen werden.

MaßnahmeWirkungWirkdauer
Baulicher VerschlussSperrt den ZugangLangfristig, wenn alle Einstiege verschlossen sind (Stadt München)
Störreize und BewegungIn der Regel Gewöhnung (Aargau)Kurzfristig
Radio und LichtHelfen nur bedingt (NABU Berlin)Kurzfristig
Geruchsstoffe und HausmittelKommerzielle Duftstoffe helfen meist gar nicht (NABU Berlin)Gering
UltraschallgerätErstvergrämung (NABU Berlin)Kurzfristig
LebendfalleFang nur durch berechtigte Personen (LAVES)Nur mit Verschluss

Der Steinmarder reagiert laut Bezirksamt Lichtenberg empfindlich auf Fremdgerüche und fühlt sich durch laute Geräusche gestört. Der Kanton Aargau bewertet die Wirkung solcher Reize nüchtern: Wildtiere gewöhnen sich in der Regel bald an diese Maßnahmen, die Wirkung lässt nach. Ultraschallgeräte haben laut NABU Berlin oft nur eine zeitlich begrenzte Wirkung (Erstvergrämung). Die Stadt München weist im Zusammenhang mit Autos darauf hin, dass sich die Geräte auch negativ auf Hunde und Katzen auswirken.

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Faktencheck Hausmittel

  • Mottenkugeln, Menschen- oder Hundehaare: Der Kanton Aargau nennt sie, in kleinen Stoffsäcken ausgelegt, als mögliche Vergrämungsmittel gegen Marder am Auto. Wildtiere gewöhnen sich laut Aargau aber in der Regel bald daran.
  • Duftstoffe: Kommerzielle Duftstoffe helfen laut NABU Berlin meist gar nicht und können zudem die Dachkonstruktion schädigen.
  • Licht und Radio: Licht und Radios helfen laut NABU Berlin ebenfalls nur bedingt.

Das LAVES Niedersachsen zieht daraus eine klare Empfehlung.

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„Zur Vergrämung gibt es bislang keine hundertprozentig sicheren Verfahren, weshalb die Reparatur der Einstiegslöcher am empfehlenswertesten ist." (LAVES Niedersachsen)

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Der Verschluss hält den Marder fern, der Zeitpunkt entscheidet über den Tierschutz.

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Wann verschließen Sie die Zugänge zum Dachboden?

Die Zugänge werden verschlossen, nachdem der Marder das Gebäude verlassen hat und die Jungtiere selbständig sind. Der NABU Brandenburg rät, vor dem Verschließen sicherzustellen, dass sich der Marder nicht mehr im Haus befindet.

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Der Kanton Aargau nennt die Reihenfolge: Ein bewohnter Dachboden verlangt erst die Vertreibung des Tieres, dann die baulichen Maßnahmen. Ein Verschluss während der Jungenaufzucht trennt die Mutter von den Jungen. Der NABU Berlin warnt, dass die Jungen sonst verhungern, und nennt dafür die Zeit von März bis Juli. Das LAVES Niedersachsen verlangt deshalb Arbeiten außerhalb der Jungenaufzucht, bei denen keine Tiere eingeschlossen werden.

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Das Wildtierportal Baden-Württemberg nennt vier Marken der Entwicklung. Die Jungen werden 5 Wochen ausschließlich gesäugt. Ab der 10. Woche nehmen die Jungen ausschließlich feste Nahrung auf. Ab der 12. Woche nimmt die Fähe die Jungen mit auf Streifzüge. Der Familienverband löst sich ab Spätsommer auf, die Jungtiere wandern ab.

Das Wildtierportal Baden-Württemberg nennt für die Jungtieraufzucht die Monate März bis September. Für den Verschluss eignet sich deshalb der Herbst, nachdem der Marder das Versteck nachweislich verlassen hat.

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Der richtige Zeitpunkt ist geklärt, die Reihenfolge der Arbeitsschritte entscheidet über den Erfolg.

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Wie verschließen Sie den Dachboden Schritt für Schritt?

Sechs Schritte führen zum marderdichten Dach: Zeitpunkt prüfen, Einstiege finden, nachts arbeiten, einen Ausgang offen lassen, kontrollieren und stabil verschließen.

  1. Zeitpunkt prüfen: Arbeiten Sie laut LAVES Niedersachsen nur außerhalb der Jungenaufzucht. Der NABU Berlin nennt dafür März bis Juli als Sperrzeit, das Wildtierportal Baden-Württemberg März bis September als Aufzuchtzeit.
  2. Einstiege finden: Geharkte Sandflächen ums Haus und um nahestehende Bäume zeigen laut Stadt München den Weg des Tieres. Auf dem Dachboden erleichtert ausgestreutes Mehl oder feiner Sand laut NABU Berlin die Spurenerkennung.
  3. Nachts arbeiten: Versperren Sie Zugänge laut Stadt München nur nachts, wenn der Marder auf der Jagd ist. Um sicherzugehen, dass er schon unterwegs ist, rät die Stadt München, vorher Lärm zu machen.
  4. Ausgang offen lassen: Im ersten Arbeitsgang sollte laut LAVES Niedersachsen immer ein Ausgang offenbleiben, vor allem bei Arbeiten am Tag. Der NABU Berlin empfiehlt zusätzlich einen Notausgang, der nach dem Verschluss des Haupteinstiegs geöffnet und nach dem Auszug des Tieres wieder fest verschlossen wird.
  5. Kontrollieren: Der letzte Einstieg sollte laut LAVES Niedersachsen erst nach intensiver Kontrolle verschlossen werden, zum Beispiel mit einer Wildkamera. Eingesperrte Marder versuchen laut NABU Berlin mit aller Kraft, sich zu befreien, und richten dabei größere Schäden an.
  6. Stabil verschließen: Die Stadt München empfiehlt stabile Bretter oder Maschendraht. Kaninchendraht, Traufgitter und Kunststoff halten Steinmarder laut NABU Berlin nicht ab. Bauschaum hilft laut NABU Berlin nicht auf Dauer und kann der Dachbelüftung schaden.

Nach dem Verschluss lohnt der Blick auf den Dachaufbau. Im Praxisbeispiel der DDH wurden danach die Dämmung kontrolliert und ausgewechselt und die Dampfsperre kontrolliert und repariert.

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Was eine Marderbekämpfung am Gebäude kostet, zeigt der Ratgeber Kosten der Schädlingsbekämpfung.

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Bei einem Einsatz in Oldenburg und Umgebung prüfen wir zuerst, wo der Marder ins Dach gelangt und welche Laufwege er nutzt. Erst wenn das Tier das Versteck verlassen hat, verschließen wir die Zugänge. Unsere Marderbekämpfung in Oldenburg beginnt deshalb mit einer Bestandsaufnahme vor Ort.

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Häufig gestellte Fragen

Wann sollten Sie den Dachboden verschließen?

Verschließen Sie die Zugänge erst, wenn der Marder das Gebäude verlassen hat und keine Jungtiere mehr im Dach sind. Der NABU Berlin warnt, dass die Jungen bei einem Verschluss von März bis Juli verhungern. Für den Verschluss eignet sich deshalb der Herbst, nachdem der Marder das Versteck nachweislich verlassen hat.

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Hilft Ultraschall gegen Marder auf dem Dachboden?

Ultraschallgeräte haben laut NABU Berlin oft nur eine zeitlich begrenzte Wirkung (Erstvergrämung). Die Stadt München weist darauf hin, dass sich die Geräte auch negativ auf Hunde und Katzen auswirken. Das LAVES Niedersachsen hält die Reparatur der Einstiegslöcher für das empfehlenswerteste Verfahren.

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Ist Marderlosung auf dem Dachboden gesundheitsschädlich?

Die Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover fand bei den untersuchten Steinmardern aus Schleswig-Holstein bislang nur Endoparasiten der Gattung Capillaria. Steinmarder scheinen laut TiHo nach den bisherigen Untersuchungen keine maßgebliche Rolle als Träger zoonotischer Parasiten zu spielen. Marder können laut Kanton St. Gallen dennoch von Bandwürmern und Nematoden befallen sein. Für die Reinigung empfiehlt das LAVES Niedersachsen eine feuchte Reinigung, eine FFP-Maske und Gummihandschuhe.

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Übertragen Marder auf dem Dachboden Tollwut?

Deutschland gilt laut Robert Koch-Institut seit 2008 als frei von terrestrischer Tollwut. Der letzte Tollwutfall bei einem Wildtier außer Fledermäusen trat laut Robert Koch-Institut im Februar 2006 bei einem Fuchs auf. Tollwut, Staupe und Pseudotollwut konnte die Tierärztliche Hochschule Hannover bei den untersuchten Tieren nicht nachweisen.

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Woran unterscheiden Sie Marder und Ratten auf dem Dachboden?

Marder machen sich laut ADAC durch Poltern, Kratzen und Trippeln bemerkbar, Mäuse und Ratten bewegen sich eher leise. Der Marder zerfetzt laut Kanton Aargau zudem Isolationsmaterial. Ratten hinterlassen Kotspuren, Schmierspuren und feste Laufwege, wie der Ratgeber Ratten auf dem Dachboden beschreibt. Nagegeräusche in Wänden und Zwischendecken behandelt der Ratgeber Mäuse in der Wand.

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